Lightroom Plugin: Show Focus Points

Was mir bei Lightroom gefehlt hat, ist die Möglichkeit, das benutzte Fokusmessfeld anzuzeigen. Dafür musste ich immer ViewNX2 verwenden, was schlicht umständlich war. Jetzt wurde ich durch einen Artikel von Matt Kloskowski auf ein Plugin für Lightroom aufmerksam, welches die Fokussmessfelder sichtbar macht, nämlich Show Focus Points. Das kostenlose Plugin ist für Lightroom 5 und unterstützt scheinbar nahezu alle DSLRs von Nikon und Canon.

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Lightroom: Die „8“

So richtig intensiv nutze ich die Farbmarkierungen in Lightroom nicht.  Exportierte Bilder markiere ich Rot, damit ich sie nicht unnötig noch einmal exportiere. Bei D-Town habe ich neulich einen Tipp aufgeschnappt, den ich inzwischen immer anwende und gerne weiter gebe.

Wenn ich in Lightroom Bilder bearbeite, exportiere ich sie meist nicht einzeln, bzw. sofort, sondern bearbeite erst die besten/wichtigsten. Diese exportiere ich dann nach erfolgter Bearbeitung. Nur wie kann ich die bearbeiteten Bilder leicht erkennen? Ganz einfach, indem ich sie farblich markiere. Habe ich ein Bild bearbeitet, drücke ich ganz einfach die Taste 8, markiere das Bild so mit Grün (für ready-to-go) und gehe weiter zur Bearbeitung des nächsten Bildes. Habe ich alle gewünschten Bilder bearbeitet, lasse ich mir nur die grün markierten anzeigen, wähle sie aus und exportiere sie. Dann markiere ich sie rot (für halt-das-ist-schon-exportiert). Die „8“, Rot und Grün, das kann sogar ich mir merken. 😉

Lightroom: Ordner synchronisieren

Normaler Weise verwende ich für jedes Shooting einen eigenen Ordner, in dem die RAW-Dateien liegen. (Siehe Workflow )
Das lohnt sich aber nicht immer, für die Schnappschüsse eines Jahres habe ich einen eigenen Ordner. Und bei immer wiederkehrenden Themen, wie z.B. den Störchen, lege ich auch nicht für jeden Tag einen neuen Ordner an, sondern verwende einen bereits vorhandenen. Um die nachträglich in einen Ordner kopierten Bilder der LR-Datenbank hinzu zu fügen, gibt es den Befehl „Ordner synchronisieren“.

In der Rasteransicht (Taste G) klickt man mit der rechten Maustaste in der linken Menüleiste auf den Ordner mit den neuen Bildern und wählt „Ordner synchronisieren“.

Im darauf folgenden Dialogfeld habe ich alle Optionen aktiviert, vor allem, dass mir das Import-Dialogfeld angezeigt wird.
Dieses erscheint nach Klick auf „Synchronisieren“. Genau wie beim ersten Import eines Ordners kann man nun die gewünschten Bilder auswählen, Stichwörter vergeben und weitere Vorgaben machen. Nach Import werden nur die neuen Bilder in der Rasteransicht angezeigt. Will man alle Bilder des Ordners sehen, klickt man in der linken Menüleiste einfach einmal auf den Ordner.

Lightroom: Dateien umbenennen

Viele Fotografen benennen die Fotos direkt nach dem Import in Lightroom um. Hat man z.B. bei einem Event mit mehreren Kameras fotografiert, macht es Sinn, die Aufnahmezeit im Dateinamen zu haben, damit man die Fotos in der chronologisch richtigen Reihenfolge vorliegen hat. Ich habe mal eine Dateinamenvorlage erstellt, die neben Datum und Aufnahmezeit auch den originalen Dateinamen enthält.

Zunächst wechselt man mit G in die Rasteransicht und wählt alle Bilder aus, die umbenannt werden sollen. Im rechten Menü wählt man die „Metadaten“ an. Neben dem Dateinamen (hat man mehrere Bilder ausgewählt steht dort < gemischt >) klickt man auf „Stapelumbenennung“.

Im folgenden Dialog kann man vorgefertigte Vorlagen auswählen, bearbeiten oder benutzerdefinierte anlegen.Der nächste Dialog bietet dann etliche Optionen. Einfach mal durchgucken und ausprobieren.

Hat man sein Wunschschema zusammen geklickt, wählt man oben unter „Vorgabe“ „Aktuelle Einstellungen als neue Vorgabe speichern“ und kann dieses Schema in Zukunft wieder aufrufen.

Unter dem neuen Dateinamen wird in den Metadaten nun der originale angezeigt. Dieser geht nicht verloren sondern ist in den Metadaten der Datei gespeichert.

Lightroom: Rauschunterdrückung beim Bildimport

Bereits beim Bildimport lasse ich eine Basiseinstellung zur Rauschunterdrückung auf die Bilder anwenden. Abhängig von Kameramodell und ISO-Wert sind unterschiedliche Einstellungen der Rauschunterdrückung möglich.

Zunächst muss unter „Bearbeiten|Voreinstellungen|Vorgaben| Standardeinstellungen an Seriennummer bzw. ISO-Wert der Kamera ausrichten“ aktiviert werden.

Dann erstellt man für alle Kameramodelle (sofern denn mehrere vorhanden sind) und alle gewünschten ISO-Werte Fotos. Das Motiv ist dabei egal, die Bilder können später auch wieder gelöscht werden. Die Bilder werden dann importiert und die gewünschten Werte der Rauschunterdrückung werden eingestellt. Wichtig ist, dass sonst keine weiteren Einstellungen an den Bildern vorgenommen werden, weil diese sonst ebenfalls als Standardwert gesetzt würden.

Hat man die Werte eingestellt, klickt man mit gedrückter Alt-Taste auf „Standard festlegen“ (oder geht über das Menü „Entwickeln|Standardeinstellungen festlegen“ und dann auf „Auf aktuelle Einstellungen aktualisieren“).

Hat man mehrere Kameras und will das für viele/alle ISO-Werte machen, hat man schon mal eine Weile was zu tun, da man es für jedes Bild einzeln machen muss. Dafür muss man sich danach ums Entrauschen bei vielen Bildern nicht mehr kümmern. Bei kritischen Motiven/ISO-Werten nehme ich mir die Bilder aber immer noch mal manuell vor.

Lightroom: Stichwörter

Die Vergabe von Stichwörtern finde ich sehr wichtig, da darüber Fotos sehr schnell zu finden und organisieren sind. Bereits beim Import vergebe ich für alle (oder zumindest die meisten) Bilder gültige Stichworte. Manchmal reicht das sogar schon.

Stichwörter vergebe ich in der Rasteransicht (Taste G) der Bibliothek. Dort wähle ich das oder die entsprechenden Bilder aus und öffne das Menü „Stichwörter festlegen“ auf der rechten Seite. Bereits vorhandene Stichwörter stehen im oberen (blauen) Kasten. Dort können direkt neue eingegeben werden, durch Komma getrennt. Ich verwende lieber die Eingabezeile (grün) darunter und gebe die Stichwörter einzeln ein, jedes Mal abgeschlossen mit „Enter“. So vermeide ich die Eingabe von Stichworten, die eigentlich einzeln sein sollen, nun aber zu einem mehrteiligen werden, wie im Beispiel „Botanika  Schmetterlinge“. Da habe ich bei der Eingabe das Komma vergessen und so ein neues Stichwort geschaffen, welches Lightroom auch als solches behandelt. Wie man sieht, dürfen Stichwörter Leerzeichen enthalten.

Sobald man den ersten Buchstaben eines Stichwortes eingibt, macht Lightroom Vorschläge, basierende auf allen Stichworten, die bereits mit diesem Buchstaben vorhanden sind. Auf diese Weise können verschiedene Schreibweisen eines Wortes (z.B. Einzahl/Mehrzahl) vermieden werden.

Hat man ein Stichwort eingegeben, zeigt Lightroom zu diesem Stichwort passende Stichwortvorschläge unter der Eingabezeile. Lightroom „lernt“, wie man Stichworte zusammenhängend verwendet hat. Die Vorschläge werden durch Mausklick übernommen. Auf diese Weise kann man schnell Stichworte zu einem Thema vergeben, ohne diese tippen zu müssen oder zu überlegen, welche bereits benutzen Stichworte noch zu dem Thema passen.

Es ist auch möglich, eigene Stichwortsätze zu maximal 9 Stichworten anzulegen. Habe ich bisher aber noch nie genutzt.
Auch eine hierarchische Anordnung von Stichworten ist möglich, was ich bisher auch nie genutzt oder gebraucht habe und deshalb auch nicht weiter erläutere.

Hat man mehrere Bilder markiert, kann es sein, dass im Stichwortfenster hinter einigen Stichwörtern Sternchen angezeigt werden. Das bedeutet, dass für die ausgewählten Bilder unterschiedliche Stichwörter vergeben wurden. Die mit Sternchen gelten nicht für alle gewählten Bilder.

Warum sind gut gewählte Stichwörter so wichtig? Ganz einfach, die Bilder lassen sich so nicht nur sehr schnell über die Stichwortsuche finden. Auch die Organisation der Bilder mittels Sammlungen und Smartsammlungen lässt sich so vereinfachen. Vergebe ich für ein Bild das Stichwort „Galerie“, so landet das Foto automatisch in meiner entsprechenden Smartsammlung. Alle Fotos von tropischen Schmetterlingen finde ich in der Smartsammlung „Tropische Schmetterlinge“, egal, zu welchem Zeitpunkt sie aufgenommen wurden. Mehr zu Smartsammlungen steht hier.

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Lightroom: Stapel

Um mehr Übersicht in die Rasteransicht der Bibliothek zu bringen, kann man Bilder stapeln. Das macht z.B. Sinn bei Serienaufnahmen eines Motivs, Bildern einer Belichtungsreihe oder allen Aufnahmen für ein Panorama.

Alle für einen Stapel bestimmten Bilder werden markiert und mit Strg-G gestapelt. (Alternativ über „Foto/Stapeln/In Stapel gruppieren“ oder Rechtsklick auf eines der angewählten Bilder und entsprechenden Menüpunkt.)

Die Anzahl der Bilder eines Stapels werden oben links im ersten Bild angezeigt. Aus- und einklappen kann man den Stapel durch Klick auf die doppelten Linien, die wohl einen Griff darstellen sollen.

Innerhalb eines Stapels können die Bilder per Drag&Drop verschoben werden, um z.B. das bei eingeklapptem Stapel angezeigte Bild zu ändern.

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Lightroom: Bewertungen und Farbmarkierungen

Hat man seine Fotos in Lightroom gesichtet und aussortiert, können diese noch mit Sternchen bewertet und farblich markiert werden. Ich nutze beides kaum, bzw. farbliche Markierungen erst bei Entwicklung und Export der Bilder. Darum kann ich dafür hier auch kein System nennen, jeder wird da sein individuelles finden. Empfinde ich ein Bild beim Sichten als besonders gut und möchte dieses besonders sichtbar machen, vergebe ich dann aber doch ein paar Sternchen. Wobei auch hier wieder individuell unterschiedlich sein dürfte, wann es 1, 2, 3, 4 oder 5 Sterne gibt. Sternchen kann man ganz einfach mit den Zifferntasten 1 bis 5 vergeben. Ich verrate aber nicht, welche Taste für wie viel Sternchen ist. 👿 😉
Mit der Taste 0 lassen sich die Sternchen wieder entfernen.

Farbmarkierungen kann man mit den Tasten 6 bis 9 vergeben.
(6=Rot, 7=Gelb, 8=Grün, 9=Blau. Für Lila gibt es keine Taste)

Natürlich lassen sich Bewertungen und Farbmarkierungen auch über den Menüpunkt „Foto“ vergeben oder durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf ein Bild.

Mit einem Rechtsklick in Lightroom lassen sich ohnehin sehr viele Menüs und Funktionen aufrufen. Das habe ich bisher gar nicht genug erwähnt. Also immer mal ausprobieren. 😉

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Lightroom: Bildübersicht und Vergleichsansicht

Kann ich mich zwischen ähnlichen Bildern oder mehreren einer Serie per Schnellauswahl nicht entscheiden, so markiere ich alle infrage kommenden Bilder und lasse sie mir in der Übersicht (Taste N oder Klick auf Symbol im unteren Bereich des Bibliotheksfensters) anzeigen. Alle ausgewählten Bilder werden mir nun so groß wie möglich angezeigt. Gefällt mir ein Bild nicht, markiere ich es und lehne es mit X ab. Ist der Bibliotheksfilter so eingestellt, dass nur ausgewählte und unmarkierte Bilder angezeigt werden, verschwindet das abgelehnte Bild sofort aus der Ansicht. (Siehe hierzu: Schnellauswahl von Bildern)

So kann ich nach und nach die Bilder aussortieren, bis am Ende nur noch eines bleibt und mit P ausgewählt wird.

Eine andere Methode ist die Vergleichsansicht, bei der immer nur zwei Bilder einer Auswahl angezeigt werden. (Taste C oder Klick auf Symbol im unteren Bereich des Bibliotheksfensters.)

Links wird das erste Bild der Auswahl dargestellt, rechts der so genannte Kandidat. Gefällt mir der Kandidat bereits besser als das ausgewählte Bild links, tausche ich ausgewähltes Bild und Kandidat durch das Symbol mit den Pfeilen in beide Richtungen. Mit dem Pfeil nach rechts schalte ich dann zum nächsten Kandidaten, so lange, bis mir ein Kandidat besser gefällt als das Bild links. Dann wird der neue Kandidat zur Auswahl gemacht. Irgendwann habe ich dann nur noch ein Bild übrig und markiere es mit P und klicke auf „Fertig“.

Welches der beiden X|Y-Symbole man verwendet, um Auswahl und Kandidat zu ändern, ist relativ egal. Beim linken werden die Bilder nur getauscht, beim rechten wird gleich das nächste Bild zum Kandidaten gemacht. Mir fällt es ehrlich gesagt schwerer, diese Auswahlmethode zu erklären, als sie anzuwenden. Ich kann nur empfehlen, sie auszuprobieren. Der Rest kommt dann schon.

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Lightroom: Schnellauswahl von Bildern

Nach dem Import der Bilder eines Shootings geht es ans Sichten und Aussortieren. Dafür gibt es mehrere Wege und verschiedene Werkzeuge in Lightroom. Ich teile Auswahlmethoden, Bewertung und Stichwortvergabe usw. auf mehrere Artikel auf.

Schnellauswahl

Ich mache zunächst eine Schnellauswahl, bei der ich mich mit den Pfeiltasten durch die Bilder bewege, gute Bilder auswähle, schlechte ablehne und alle, die mich in dem Moment nicht ansprechen, erst einmal unangetastet lasse.
Je nach Art und Umfang des jeweiligen Shootings reicht mir oft schon die Schnellauswahl, um die Kandidaten für die Entwicklung zu haben.

Mit einem Doppelklick in der Rasteransicht (G) auf das erste Bild (oder Taste E) wird dieses so groß wie es der verfügbare Platz zulässt, angezeigt. Wenn mir das Bild gefällt, und ich es für eine genauere Auswahl oder bereits zum Entwickeln auswählen möchte, drücke ich P (Picked?*). Ist das Bild Murks, lehne ich es mit X ab. Kann ich mich jetzt noch nicht so recht für oder gegen das Bild entscheiden, gehe ich mit der rechten Pfeiltaste zum nächsten Bild und stelle dort die gleichen Überlegungen an. Auswählen mit P, ablehnen mit X oder weiter zum nächsten Bild. Mit der Taste U kann eine ungewollte Auswahl oder Ablehnung wieder rückgängig gemacht werden.

* Bezeichnungen der Tastenkürzel laut Adobe-Online-Hilfe:
P– Flag photo as a pick
X – Flag photo as a reject
U – Unflag photo

Auf diese Weise arbeite ich mich durch alle Bilder. Wobei ich es mir sogar noch etwas einfacher mache. Anstatt jedes Mal nach Auswahl oder Ablehnung eines Bildes die rechte Pfeiltaste zu drücken, um zum nächsten Bild zu gelangen, benutze ich die Shift-Taste zusammen mit P, U oder X. Damit wird das Bild entsprechend markiert und dann direkt zum nächsten weiter geschaltet. Damit kann man reichlich Kalorien sparen. 😉 😀

Bin ich beim letzten Bild angekommen, wechsel ich mit G wieder in die Rasteransicht. Ausgewählte Bilder sind mit einem weißen, abgelehnte mit einem schwarzen Fähnchen markiert und zudem leicht grau eingefärbt.


Mein nächster Schritt ist das sofortige Löschen der abgelehnten Bilder. Diese grobe Keule mag nicht für jeden richtig sein. Ich habe aber früher so viele schlechte Fotos behalten, weil man sie ja vielleicht noch mal brauchen könnte. Konnte ich aber nie.

Alles, was ich abgelehnt habe, lasse ich mir per Filter anzeigen. Dazu wähle ich oben in der Zeile Bibliotheksfilter den Punkt „Attribut“ an und dann die schwarze Flagge. Jetzt sollten nur noch Bilder angezeigt werden, die als abgelehnt markiert sind.

Nur selten gehe ich diese Bilder noch einmal durch, ob nicht doch versehentlich ein gutes darunter ist. Meist markiere ich alle mit Strg-A und drücke Entf. Dann klicke ich auf „Vom Datenträger löschen“ und bin die ungewollten Bilder los. Zumindest fast, denn sie landen im Papierkorb des Betriebssystems. Aber aus der Lightroom-Datenbank sind sie entfernt.

Jetzt schalte ich den Filter für abgelehnte Fotos aus und aktiviere den für gewählte, das weiße Fähnchen. Damit sind wir endlich bei den schönen Dingen (oder zumindest bei den Fotos, die ich dafür halte 😉 ).

Der nächste Schritt wäre dann eine Verfeinerung der Auswahl, um z.B. ähnliche Bilder vergleichen zu können oder aus einer Serie das beste herauszufinden.

Weiter geht es mit: Bildübersicht und Vergleichsansicht
Vorheriger Artikel: Oberfläche aufräumen und ein paar Tastenkürzel