Rauhreif

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Frisch war es heute morgen. Aber trotz der Kälte bin ich nicht richtig wach geworden und habe einiges vermasselt beim Fotografieren. Oder man könnte sagen, ich habe was gelernt: Speicherkarte anfangs leer und Akku voll ist besser als umgekehrt. 😉 Mit meinen warmen „Fotohandschuhen“ kann ich die D700 nicht so gut bedienen wie die D300. Dafür kann ich den Stabi vom Makro mit den Handschuhen unbemerkt ausschalten. 😮 Die Handschuhe und meine neue Mütze mögen sich sehr gerne und gehen ständig eine „Klettverbindung“ miteinander ein, wenn ich die Kamera im Hochformat vors Auge halte. 😕
Die wichtigste Erkenntnis aber: Mein neues Makro macht ein wunderschönes Bokeh. 😉

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Samstagskraniche

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Gestern Nachmittag kämpfte sich die Sonne noch mal durch die Bewölkung und ich bin los „in die Kraniche“. Die waren wieder einmal kaum an meinen bevorzugten Fotostandorten zu finden, dafür herrschte in der Luft scheinbar teilweise das Chaos.

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Motorradfahrer, die Drehzahlorgien feiernd die Straße immer wieder rauf und runter rasten, Spaziergänger mit oder ohne Hund auf den Wegen und einige „Sport“flieger sorgten für reichlich Unruhe unter den Kranichen. Ich habe dann auch gar nicht versucht, irgendwo welche in der Nähe stehend zu suchen, sondern habe mich auf Vorbei- oder Überflieger konzentriert, die aus allen Richtungen kommend, so oder so bei mir vorbei kamen.

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Auf dem Heimweg hatte ich dann noch Glück mit einer dreiköpfigen Familie recht nah an der Straße und einem kleinen Trupp dahinter. Alle waren ganz entspannt und ließen sich weder von mir, noch von ein paar anderen Fotografen in ihren Autos stören.

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Bis dann ein Vollpfosten mit silbernem Kombi und Verdener Kennzeichen kam und meinte, am besten mal aussteigen zu müssen. Zack, Kraniche weg. 🙁 Was ich dem gerne gesagt hätte, schreibe ich mal lieber nicht.
Hoffentlich lässt das Wetter in den nächsten Tagen noch ein paar Besuche bei den Kranichen zu. Lange sind die wohl gar nicht mehr hier, denke ich.

Holzwespen-Schlupfwespe Rhyssa persuasoria

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Die Holzwespen-Schlupfwespe Rhyssa persuasoria bei der Eiablage hat mir wohl mein Foto- Highlight des Jahres beschert. Ich hatte vorher nicht einmal gewusst, dass es solche Wespen im Teufelsmoor gibt, geschweige denn, dass sie, wie ich finde, so spektakulär ihre Eier ablegen. Ich wollte das unbedingt beobachten und natürlich auch fotografieren. Allerdings war es dafür schon ziemlich spät im Jahr, aber der extrem milde September hat wohl geholfen, dass ich tatsächlich an mehreren Tagen Rhyssa persuasoria beobachten und von Nahem, sehr Nahem sogar, fotografieren konnte.

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Das Weibchen der Holzwespen-Schlupfwespe krabbelt kreuz und quer über einen geeigneten Baumstamm und tastet dabei mit den Antennen das Holz ab. Sie sucht dabei nach im Holz verborgenen Holzwespenlarven, z.B. der Riesenholzwespe (Wikipedia) oder der Blauen Fichtenholzwespe (Wikipedia), die als Wirte für die eigene Larve dienen.

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Hat sie die richtige Stelle gefunden, setzt sie genau zwischen den Antennen den Legebohrer an. Dazu ist etwas Gymnastik notwendig.

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Nach erfolgreicher „Bohrung“ und Eiablage wird der Legebohrer mit einer eleganten Bewegung wieder herausgezogen und die Suche nach der nächsten geeigneten Stelle geht weiter.

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Ich habe den ganzen Vorgang hier sehr vereinfacht und gekürzt dargestellt. Für ausführlichere Informationen empfehle ich den Artikel über die Holzwespen-Schlupfwespe bei Wikipedia: Holzwespen-Schlupfwespe

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Wie die Ibalia leucospoides ist auch die Holzwespen-Schlupfwespe nützlich zur Schädlingsbekämpfung und absolut ungefährlich für den Menschen.

Hier noch ein Video, freihand mit Kompaktkamera und Vollautomatik gedreht.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und hoffentlich weitere Begegnungen mit diesen faszinierenden Insekten. 😉

Ibalia leucospoides – eine besondere Wespe

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Das Rätselraten um die, ihre Eier in einen Baumstamm legende Wespe, ist nach einem Hinweis aus einem Entomologie-Forum wohl gelöst. Es müsste sich um eine Ibalia leucospoides aus der kleinen Familie der Ibaliidae handeln, eine eher seltene, aber nützliche Wespe. Aus der Gattung Ibalia kommen in Europa drei Arten vor, neben Ibalia leucospoides noch Ibalia rufipes, Unterart drewseni und Ibalia jakowlewi. Diese drei Arten gelten in Mitteleuropa als selten bis sehr selten. Es war also wohl ein ziemlicher Glücksfall, dass ein Bekannter die Wespe so entdeckt hat und wir sie fotografieren konnten.

Auf meinen Fotos legt ein Weibchen von Ibalia leucospoides durch seinen Legebohrer ein Ei in die Larve einer Holzwespe. Die Ibalia-Larve wird sich von der Holzwespen-Larve ernähren, sich in ihr entwickeln und diese letztendlich töten. Da Holzwespenlarven große ökonomische Schäden an Waldbäumen und Nutzholz verursachen, gelten die Ibaliidae als Nützlinge. Gerade Ibalia leucospoides als Raubparasit der Blauen Fichtenholzwespe und der Riesenholzwespe hat eine große Bedeutung. Als biologischer Schädlingsbekämpfer wurde sie zur Kontrolle der Blauen Fichtenholzwespe in vielen Ländern mit Erfolg angesiedelt.

Die Wespe hat keinen Stachel und ist völlig ungefährlich für den Menschen, aber nützlich für den Schutz von Bäumen. Also bitte leben lassen.

Ich hoffe, ich habe mit meinem Nicht-Wissen über Wespen hier nicht zu viel Unsinn verbreitet. 😉

Jede Menge Kraniche – eigentlich

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Auf ihrer Durchreise in wärmere Gefilde sind die Kraniche in diesem Jahr recht früh im Teufelsmoor angekommen. Es sind auch schon sehr viele da, wenn auch der Höhepunkt laut Experten noch nicht erreicht sein soll.

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An manchen Tagen waren wirklich viele Kraniche auf den Feldern oder in der Luft zu sehen und zu hören. Am vorletzten Sonntag war das Wetter so schön, dass es sehr viele Spaziergänger, Radfahrer, Jogger usw. in die Natur zog. Das hatte leider zur Folge, dass an den üblichen Plätzen nahezu überhaupt keine Kraniche zu finden waren, weil schlicht zu viel los war. Dafür waren reichlich Kraniche in der Luft und es ging oftmals recht chaotisch zu, wenn sich Gruppen aus unterschiedlichen Richtungen begegneten und sich nicht entscheiden konnten, wohin es am besten weiter gehen sollte. Aber auch am Boden gab es viel Unruhe und die Vögel waren ständig abflugbereit. Keine idealen Voraussetzungen, um sich Kraft für die Weiterreise anzufressen.

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Grünspecht im Garten

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Eben tauchte unerwartet ein Grünspecht in unserem Garten auf, wohl auf der Suche nach seinem zweiten Frühstück. Bisher habe ich noch nie einen der hübschen Vögel in unserem Garten gesehen. Er kann gerne öfter wieder kommen, gerne auch mal bei Sonnenschein, denn 1/100stel bis 1/250stel Sekunde bei 500 mm Brennweite am Crop-Sensor waren doch arg grenzwertig zu halten. Dem Grünspecht war es wohl auch zu feucht, er hat sich einige Male kräftig geschüttelt. 😉

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Foto-Highlight 2016

Obwohl das Jahr noch nicht rum ist und sich hoffentlich noch tolle Fotomöglichkeiten ergeben werden, gab es einen Fotomoment, der für mich wohl das Highlight des Jahres bleiben wird. Unbedingt wollte ich eine Holzschlupfwespe bei der Eiablage erwischen. Und es hat tatsächlich geklappt.

Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob mir das Bild von der nach einem geeigneten Eiablageplatz suchenden Holzwespen-Schlupfwespe Rhyssa persuasoria besser gefällt, oder das von der Eiablage.

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Es war ein tolles Erlebnis, so etwas mal selbst zu sehen anstatt im Fernsehen oder Internet, und das noch quasi vor der Haustür. Was die heimische (und nicht nur die) Tier- und Pflanzenwelt angeht, bin ich ein recht ahnungsloser Banause und wusste nicht mal, dass es solche Wespen gibt und sie sich so verhalten. Ich hatte das Glück, an mehreren Tagen Fotos und sogar Videos machen zu können. Da kommt also noch was nach. 😉 Erst einmal wollte ich aber meine Highlights von diesem Erlebnis separat präsentieren.